Entlastungsbetrag für Alleinerziehende

Einen Entlastungsbetrag für Alleinerziehende in Höhe von Euro 1.308,00 erhalten diejenigen allein stehenden Steuerpflichtigen, zu deren Haushalt ein Kind gehört, für das sie Kindergeld erhalten. Allein stehend sind Steuerpflichtige, die keine Haushaltsgemeinschaft mit einer volljährigen Person bilden, es sei denn, sie erhalten für diese Person Kindergeld. Der Bundesfinanzhof hatte in einem Fall zu entscheiden, in dem die Tochter zwar in der Wohnung des Vaters gemeldet war aber in einer eigenen Wohnung wohnte. Nach dem Gesetzeswortlaut ist Haushaltszugehörigkeit anzunehmen, wenn das Kind in der Wohnung des allein stehenden Steuerpflichtigen gemeldet ist. Das Finanzamt wollte den Entlastungsbetrag aber nicht gewähren, weil die Vermutung der Haushaltszugehörigkeit in diesem Fall widerlegt wäre. Der Bundesfinanzhof gab allerdings dem Vater Recht. Die Meldung eines Kindes in der Wohnung eines Alleinerziehenden begründet eine unwiderlegbare Vermutung für die Haushaltszugehörigkeit.

Weihnachtsfeier, Betriebsveranstaltungen

Ab 2015 gilt für begünstigte Betriebsveranstaltungen statt einer Freigrenze ein Freibetrag von Euro 110,00 pro Mitarbeiter je Veranstaltung. Das heißt, dass über diesen Betrag hinausgehende Aufwendungen steuer- und grundsätzlich sozialversicherungspflichtig sind. Bis 2014 waren bei Euro 110,00 übersteigenden Aufwendungen alle Aufwendungen in voller Höhe steuer- und grundsätzlich sozialversicherungspflichtig. Bei Pauschalversteuerung mit 25% durch den Arbeitgeber bleiben diese Aufwendungen nach wie vor sozialversicherungsfrei. Begünstigt sind bis zu zwei Veranstaltungen jährlich, die allen Angehörigen des Betriebes bzw. der Abteilung offenstehen. Die Höhe der dem einzelnen Arbeitnehmer gewährten Zuwendungen berechnet sich nach allen zu berücksichtigenden Aufwendungen, die zu gleichen Teilen auf die anwesenden Teilnehmer aufgeteilt werden. Der auf eine Begleitperson entfallende Anteil ist dem jeweiligen Arbeitnehmer zuzurechnen. Für Begleitpersonen ist kein zusätzlicher Freibetrag anzusetzen.

Freistellungsauftrag

Für jeden Steuerpflichtigen wird ein Sparerpauschbetrag von Euro 801,00, bei Eheleuten Euro 1.602,00 gewährt. Damit das Kreditinstitut die Kapitalerträge bis zu diesem Betrag von der Besteuerung freistellt, muss ein Freistellungsauftrag beim jeweiligen Kreditinstitut eingereicht werden. Werden Freistellungsaufträge gegenüber mehreren Kreditinstituten erteilt, dürfen diese in der Summe die genannten Beträge nicht übersteigen. Ab 2011 müssen neu gestellte Freistellungsaufträge die Steuer-Identifikationsnummer des Steuerpflichtigen enthalten. Bei bereits bestehenden Freistellungsaufträgen muss die Steuer-IdNr. bis zum 31.12.2015 ergänzt werden.

Kindergeld

Ab 01.01.2016 gilt die Steuer-Identifikationsnummer als zusätzliche Anspruchsvoraussetzung für das Kindergeld. Sowohl die Kindergeldberechtigten als auch die Kinder müssen gegenüber der Familienkasse durch die Steuer-IdNr. identifiziert sein. Dadurch soll sichergestellt werden, dass es nicht zu Doppelzahlungen kommt. Bei Neuanträgen müssen die Steuer-IdNrn. grundsätzlich angegeben werden. Wer bereits Kindergeld bezieht, muss die Steuer-IdNrn. der Kindergeldkasse mitteilen. Sofern dies nicht bis 01.01.2016 geschieht, wird es von den Kindergeldkassen nicht beanstandet, wenn die Angaben im Laufe des Jahres 2016 nachgereicht werden. Die Mitteilung hat in jedem Fall schriftlich zu erfolgen, damit keine Übermittlungsfehler eintreten. Werden die Steuer-IdNrn. nicht mitgeteilt, sind die Kindergeldkassen verpflichtet, das seit Januar 2016 gezahlte Kindergeld zurückzufordern. Ihre Steuer-IdNr. und die Ihres Kindes haben Sie durch jeweilige Mitteilungsschreiben des Bundeszentralamts für Steuern erhalten. Ihre Steuer-IdNr. finden Sie auch auf der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung Ihres Arbeitgebers und auf Ihrem Einkommensteuerbescheid. Sollten Sie die Steuer-IdNrn. nicht finden, können diese per Eingabeformular im Internetportal des Bundesamts für Steuern erneut angefordert werden.